Eine Einladung zum Verweilen und Erzählen

Auf dieser Wanderbank dürfen Sie: Sitzen, verweilen, sich ausruhen, erzählen, schlafen, sich einen warmen Ort bauen, warten, stricken, Zeitung lesen, essen, Tee trinken, in die Luft schauen...“


So steht es an den Orten, an denen die Wanderbank Station macht. Sie steht für einen bestimmten Zeitraum vor einer Bahnhofsmission in Bayern oder in den jeweiligen Bahnhöfen - bisher in Passau, München, Ingolstadt, Schweinfurt, Aschaffenburg, Würzburg und Nürnberg.

Regelmäßig sitzt auf der Bank eine „Geschichtensammlerin“: Sie hört zu, schreibt auf, bietet Anknüpfung zum Reden und Erzählen. Und die Bank ist für alle da: Für Gäste der Bahnhofsmission, Mitarbeitende, Passanten, Reisende. Darunter auch viele Menschen, die sonst kaum einen Platz und Gehör finden.

Das Projekt der Künstlerinnen Huber&Kurz wählt die Bank als Treffpunkt, als Ort des Ruhens, des Austausches und als Gegenpol zum regen Leben, der Hektik und Anonymität der Bahnhöfe. Sie wird schnell zu einem Magneten für die Menschen.

Dort, wo die Wanderbank bislang stand, hat eine „Geschichtensammlerin“  Erzähltes notiert, eine Fotografin Szenen im Bild eingefangen. „Wir haben deutlich gemerkt, wie wichtig es für viele Menschen ist, zwanglos von sich erzählen zu können, dass ihnen jemand zuhört und sie wahr- und ernst nimmt“, berichtet Hedwig Gappa-Langer, Referentin für die bayerischen Bahnhofsmissionen bei IN VIA Bayern.

Der Arbeit der Künstlerinnen Christiane Huber (im Bild rechts) und Sanne Kurz (Foto) liegt die Liebe zu Menschen und deren Leben zugrunde. Dabei geht es ihnen weniger um das Ergebnis, sondern um den Prozess. Das heißt, dass auch speziell bei ihrer Arbeit mit Gästen der Bahnhofsmission die Menschen, ihre Bedürfnisse und Eigenheiten im Mittelpunkt stehen.

Das Projekt und die Ausstellung wurden vom Bayerischen Sozialministerium dankenswerterweise gefördert.